Anschlüsse sind das sensibelste Detail der Luftdichtung. Fugen/Undichtigkeiten führen häufig zu Bauschäden mit erheblichen Folgen. Die sorgfältige luftdichte Verklebung der Bahnen untereinander, an angrenzende Bauteile und Durchdringungen ist daher unerlässlich.
Verbindungsmittel für glatte Untergründe (außen)
Die dauerhafte Verklebung wird generell mit folgenden Klebebändern erreicht:
Mögliche Untergründe: Alle pro clima Innen- und Außenbahnen, gehobeltes und lackiertes Holz, harte Kunststoffe bzw. Metall (z. B. Rohre, Fenster usw.), harte Holzwerkstoffplatten (Span-, OSB- und BFU-Platten). Weitere Optionen: s. entsprechendes Verbindungsmittel.
Verbindungsmittel für rauen oder mineralische Untergründe (außen)
Die flüssigen Allround-Anschlusskleber ORCON F, alternativ: ORCON CLASSIC oder der Anschlusskleber von der Rolle: ORCON LINE.
Mit den flüssigen Anschlussklebern können Unebenheiten bis max. 2 cm Tiefe ausgefüllt werden.
Mögliche Untergründe: Allen pro clima Innen- und Außenbahnen, mineralische Untergründe (z. B. Putz oder Beton), sägeraues, gehobeltes und lackiertes Holz, harte Kunststoffe bzw. nichtrostendes Metall (z. B. Rohre, Fenster usw.), harte Holzwerkstoffplatten (Span-, OSB-, BFU-, und MDF-Platten). Weitere Optionen: s. entsprechendes Verbindungsmittel.
Nicht tragfähige und sandende Untergründe ggf. grundieren mit z. B. TESCON PRIMER RP. Auf ungeschützten Metallteilen, wie z. B. Eisen, sollten wegen Korrosionsgefahr nur Klebebänder verwendet werden.
Luftdichte Verklebungen können nur auf faltenfrei verlegten Dampfbremsen erreicht werden.
Die Arbeitsschritte
Bahn im Kehlbereich ausrollen und am Rand mit Tackerklammern fixieren
1. Bahnen verlegen
Bei Kehlen: Eine Bahn zunächst hier ausrollen, Randbereich umklappen und mit Klammern fixieren.
Im Bereich der Dachfläche erfolgt die Verlegung der Bahnen parallel zur Traufe.
Bahn ausrollen und mit mind. 10 mm breiten und 8 mm langen verzinkten Tackerklammern im Abstand von 10-15 cm im Überlappungsbereich befestigen.
Bahn ca. 4 cm auf angrenzende Bauteile führen, damit hier später luftdicht angeschlossen werden kann.
Bahnen im Überlappungsbereich antackern
2. Bahnen überlappen
Bahnen ca. 8-10 cm wasserführend überlappen lassen.
Die aufgedruckte Markierung dient zur Orientierung.
[[Bild:Pc-gd verarb_{{{3}}}_Ueberlappung_02.jpg|left|200px|Verklebung der Bahnenüberlappung mit dem ]]
3a. Überlappung verkleben
Untergrund reinigen (trocken, staub-, silikon- und fettfrei), ggf. Klebetest durchführen.
System-Klebeband TESCON VANA (alt. TESCON No.1) mittig auf der Überlappung ansetzen und Zug um Zug last- und faltenfrei verkleben.
Überlappung bei Bahnen der connect-Variante verkleben
3b. Überlappung verkleben
Verklebung der Bahnenüberlappung bei connect-Varianten mit den zwei integrierten Selbstklebezonen.
[[Bild:Pc-gd verarb_{{{3}}}_Ueberlappung_03.jpg|left|200px|Alternativ: Feuchtegeschützte Verklebung in der Überlappung mit DUPLEX, hier mit DUPLEX Handdispenser]]
68. Anschluss Ortgang bei Unterbrechung auf dem ersten Sichtsparren
5. Ortganganschluss
Stoß der Holzschalung auf dem letzten Sparren.
Die {{{3}}} wird durch den Stoß auf die Innenseite der Holzschalung geführt und auf der Mauerkrone mit dem Anschlusskleber verklebt.
69. Anschluss Ortgang bei unterbrochener Schalung
6. Alternative 1
Unterbrechung der Holzschalung auf der Oberseite der vermörtelten Mauerkrone.
Eine Dachlatte wird in Längsrichtung mit dem Anschlusskleber durchgehend mit der Mauerkrone verklebt.
Anschluss der {{{3}}} mit dem Anschlusskleber an der Dachlatte.
Abb. 5 & 6: Der Glattstrich der Mauerkrone schließt (später) an die luftdichte Innenputzschicht an.
70. Anschluss Ortgang Innenseite
7. Alternative 2
Bei verputzter Giebelwand {{{3}}} mit dem Anschlusskleber am Putz anschließen.
71. Alternativ
8. Alternative 3
Bei fehlender Putzschicht das Putzanschlussband CONTEGA PV an der Wand mit Anschlusskleber fixieren und {{{3}}} am Klebestreifen anschließen.
Das Vlies muss mindestens 1 cm breit in die Mittellage des Putzes eingebettet werden.
Hinweis zu Abb. 8: Gipsputze haften sehr gut auf dem Vlies von CONTEGA PV. Für Kalk- und Zementputze muss eine Haftbrücke, z. B. ein Armierungsmörtel verwendet werden.
{{{3}}} mit dem Anschlusskleber auf der Schwelle luftdicht verkleben.
Fuge zwischen Schwelle und Ringanker mit einem Streifen Dampfbremsbahn (z. B. DA-S) und Anschlusskleber luftdicht verschließen.
Hinweis zur Dämmebene raumseits des senkrechten Dampfbremsverlaufs (Drempel):
Werden mehr als 20 % der Wärmedämmung (des Gesamtwärmedurchlasswiderstandes) vor der Dampfbremse angeordnet, ist ggf. ein Diffusionsnachweis zu führen.
Alternativ: Den Streifen einer festen Unterdeckbahn (≥ SOLITEX MENTO 3000) vor dem Aufrichten der Sichtsparren über die Schwelle legen und mit einem Anschlusskleber am Ringanker anschließen. Nach Verlegen der Aufdachdampfbremse wird diese mit TESCON VANA (od. TESCON No.1) luftdicht am Unterdeckbahnstreifen angeschlossen.
10. Traufanschluss bei durchlaufenden Sichtsparren
Raumseitig zwischen den Sparren ein Stellbrett (Holzwerkstoffplatte) anbringen und mit TESCON PROFECT (alt. TESCON PROFIL /-VANA /-No.1) am Ringanker und den Sparren anschließen.
Bei rauem Beton ggf. ORCON F /-CLASSIC unter dem Band auftragen.
Schalung oberhalb des Stellbrettes unterbrechen und {{{3}}} auf diesem verkleben.
11. Traufanschluss bei durchlaufenden Sichtsparren alternativ
Raumseitig zwischen den Sparren einen Dampfbremsstreifen, z. B. DA-S anbringen und mit TESCON PROFECT (alt. TESCON PROFIL /-VANA /-No.1) am Ringanker und den Sparren anschließen.
Bei rauem Beton ggf. ORCON F /-CLASSIC unter dem Band auftragen.
Schalung oberhalb des Dampfbremsstreifens mit einer Doppelschnur Anschlusskleber auf den Sparren und mit der {{{3}}} verkleben.